23. Mai 2009 (Rückfahrt)
Helmut Zwirtz

 

Die Order des Fahrtenleiters Manfred Metz, beim Frühstück um acht Uhr fix und fertig mit verladenem Gepäck anzutreten, hatte Eindruck hinterlassen. Alle kamen pünktlich, das letzte Frühstück war der Schlusspunkt der schönen Neckar-Ruderfahrt 2009 in der Region.

Manfred Metz verkündete die „last order“- diesmal hieß die Order nicht „bitte die letzte Getränkebestellung aufgeben“, sondern „Bootswagen vom Ruderclub in Eberbach abholen, nach Heidelberg fahren, die Ausleger von der Mygg abbauen, den Bootsanhänger beladen und ab in Richtung Berlin fahren“.

Wehmütig war der Abschied von den „Westdeutschen Bundesbrüdern“ Axel von Starck und Klaus Niemsch.

Bei herrlichem Sonnenschein ging die Fahrt nach Heidelberg vorbei an unserer Neckar-Ruderstrecke, den bewaldeten Uferhöhen mit den Burgen,  bis wir an der „Alten Brücke“ zum Wassersportverein Heidelberg-West 1926 e.V., Bootshaus der Universität Heidelberg anlangten. Hier konnte noch einmal jeder seine Kraftreserven einsetzen, um die Boote auf den Hänger zu wuchten, damit sie von Bernd Krüger fachgerecht festgeschallt werden konnten. Ab und zu war beim Verladen ein kasernenähnlicher Befehlston vom Fahrtenleiter vernehmbar, der aber nicht sonderlich zur Beschleunigung der Verladetätigkeit beitrug.

Um 10.05 Uhr starteten wir dann, nachdem ein Abgleich der „Navis“ beider Fahrzeuge gescheitert war.

An Spargelfeldern vorbei ging es nach Frankfurt/Main, A 5 Richtung Kassel.

Aus dem Radio Hessen 4 kam die Meldung, dass bei „Lochscheise“ ein Stau ist – gerade als wir am Autobahnparkplatz „Krachgarten“ vorbeifuhren. Bernd musste tanken, so dass das Bootsgespann allein weiterfuhr. Danach begann die Aufholjagd, die doch länger dauerte als erwartet.

Bei einer „Schrippenpause“ kurz vor dem Abzweig Bad Salzuflen erfuhren wir, dass der alte Bundespräsident auch der neue bleibt. Der Rest der Fahrt war dem Fußball gewidmet. Der letzte Spieltag der Bundesliga brachte Hertha leider nicht nach vorn. Das Spiel rief eher Kopfschütteln hervor.

Um 17.30 Uhr trafen wir am Bootshaus ein, der Anhänger wurde entladen. Die Boote, die Skulls und alles Zubehör wurden auf das ARG-Gelände getragen. Das ging wie üblich ab: Pullover und Hemden zerrissen an den engen Stellen des Uferweges, weil dort Rosenstöcke den Durchgang verengten.

Hans Jäh, Berndt Wittjen, Manfred Metz, Gerd Weber, Manfred Scheer und Bernd Krüger erklärten sich dankenswerterweise bereit, die Boote am nächsten Tag zu säubern und herzurichten. Damit war die Ruderfahrt zu einem guten Abschluss gekommen.

 

 

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