Wanderruderfahrt Tagesetappe 19.05.2007

Endetappe Rogätz – Tangermünde! Nonstop 38,05 km bis zum Ziel!!

Heute ist Samstag – der letzte Tag der Wanderfahrt ist angebrochen.

Noch einmal früh aufstehen.

Um 7.00 Uhr ist Frühstück. Manfred Metz ist pünktlich zum Frühstück eingetroffen und es gab ein großes "Hallo" zur Begrüßung.

Treffpunkt Auto um 7.45 Uhr mit dem gesamten Gepäck in der Hoffnung das alle pünktlich versammelt sind – Abfahrt 8.00Uhr.

Aber es gibt unter den Bundesbrüdern leider immer ein, zwei Trödler….

Abfahrt in Wittin mit Ziel Rogätz wo die Boote auf uns warten und Tangermünde dem Endziel um die Autos vor Ort abzustellen.

Leider ist Detlev und sein Auto übersehen worden und so gab es einen kleinen Unruheherd in Rogätz, wie denn nun sein Auto nach Tangermünde kommt.

Detlev sollte ins Boot und die Befürchtung lag nahe, das er nach Ende der Ruderfahrt wieder zurück nach Rogätz gebracht werden musste um sein Auto zu holen.

Aber der liebe Bernd hatte wie immer trotz der kleinen Panne alles im Griff und organisierte, dass Detlevs Auto in Tangermünde abfahrbereit stand.

Der erste Trupp, der bei den Booten in Rogätz angekommen war: Klaus, Hans, Bernd, Manni und ich als auch Detlev und Gertchen.

Wir hatten schönes, warmes Wetter und so begannen die Männer sich auszuziehen und mit Sonnencreme einzureiben – was " Frau " schon längst erledigt hatte!!!

Ehe die Bundesbrüder nun so in Gang kamen, hatte die einzige Bundesschwester bereits alle Skults ec. an den Strand gebracht. Und leider ließen die Männer sich durch mein " Kommando "☺erst sehr langsam animieren, mitzuhelfen die Boote zu Wasser zu lassen.

☺ "Was schon fast einer Meuterei gleich kam "!☺

Hans war dann der erste der Bundesbrüder, der in Bewegung kam.

Er war sehr besorgt um seine Crew der Mygg " Manni als Steuermann, Axel und Hans, denn er organisierte den letzten Rest unserer Wasservorräte für sein Boot.

Das hatte aber leider zur Folge, dass der Fasolt kein Wasser mehr zur Verfügung hatte und Klaus losfahren musste um neues zu holen.

Die Mygg fuhr los und hatte derzeit einen Vorsprung von einer ½ Stunde, der sich noch bis zu 1 Stunde ausweitete.

Im Fasolt saßen Detlev als Steuermann, Heike, Bernd Wittchen., Jörg und Manne Metz.

Wir waren abfahrbereit, mussten aber noch auf unser Trinkwasser warten.

Dann war es soweit – auch wir konnten endlich losfahren, dank Klaus!!!

Über den wolkenlosen Himmel zog sich langsam eine dichte Wolkendecke und es war sehr heiß.

Ich als Schlagfrau hab die Männer ein bisschen auf Trab gebracht. ☺

Dass mir das gelungen war, ist mir am Ende dann bestätigt worden!

Bernd Wittchen meinte, das nächste Mal bitte einen langsamen Schlag fahren, denn ich " alter Mann " kann da nicht mithalten. Ha, ha…☺

..und selbstverständlich werde ich mir das zu herzen nehmen und beim nächsten Mal einen rücksichtsvolleren Schlag angeben!, für "die lieben al... Bundesbrüder".

Eine dicke Wolkenfront am Horizont begleitete uns auf der Fahrt. Ein Gewitter lag in der Luft aber wir hatten Glück und die Wolken verzogen sich wieder.

Die Elblandschaft war sehr schön und malerisch.

Sie strahlte eine Ruhe und Idylle aus, wie man sie kaum noch erlebt. Viele Raubvögel zogen ihre Bahnen über das Wasser - ein Milan angelte sich im Flug einen Fisch und flog in die Ebene um ihn zu verspeisen. Schwarz-weiße Enten sahen wir am Elbstrand, eine Art, die ich so noch nicht gesehen habe, Rubinien blühten in voller Pracht und säumten die Uferböschung und keine Menschenseele – nicht einmal Angler, waren über einen längeren Zeitraum zu sehen geschweige denn zu hören.

Nach etwa 20-25 km kamen dann ein größeres Schiff und ein Motorboot an uns vorbei, ansonsten blieb alles ruhig. Also Einsamkeit und Stille pur.

Ich fand das wirklich herrlich und muss sagen, dass ich das sehr genossen habe.

Mein erster Wechsel auf dem Wasser stand bevor, denn die letzten 10 km übernahm ich das Steuer und Detlev fuhr Schlag.

Ich habe gelernt! " das Kommando hat die Steuerfrau " und tatsächlich wollte Manne Metz mir immer wieder das Kommandieren abnehmen, so das ich mal ein Machtwort sprechen musste☺!, wer hier nun Steuerfrau ist.

Nein aber Spaß beiseite, alles in allem war es eine schöne Tour, an der ich als einzige Frau unter 12/14 Männern teilhaben durfte und ich habe mich sehr wohl gefühlt unter all den Gentlemans.

Ein weiters Highlight auch bei der heutigen Fahrt war mal wieder ,das Detlev die Hosen runterließ – einer seiner liebsten Übungen, wie mir scheint! Das muss einfach erwähnt werden. Auch Bernd hat davon ein schönes Bild gemacht, wie ihr euch selbst überzeugen könnt.

Fast geschafft…

…endlich ist die Mündung in Tangermünde die zum Ruderclub Tangermünde führt, in Sicht.

Wir werden von den anderen Bundesbrüdern bereits erwartet.

Nachdem das Boot aus dem Wasser war gab es erst mal eine Stärkung und ein Schluck Sekt.

Geschäfte in der Prärie, die Mygg wurde im Bootshaus von Tangermünde deponiert für die nächste Etappenfahrt in Richtung Havel, der Fasolt wird auf den Hänger verladen und das ganze Ruderzeug verstaut und auf ging es nach Berlin.

Fast hätte Manne Metz noch mit dem Hänger bei der Ausfahrt vom Ruderclub Tangermünde die Kurve nicht bekommen. Aber O’ Glück es ging dann doch alles gut.

Im Bootshaus angekommen wurde alles Ausgeladen und der Fasolt wieder schön gemacht.

Anschließend wollte ein Teil der Bundesbrüder mit Bundesschwester noch essen gehen, so als netten Abschluss!

Detlev und Manne Metz brachten derweil den Hänger nach Gatow, wo sie dann prompt versackten!

Geschlagene 2 Stunden lang.

Bernd Krüger, Manni, Eggi und Ich warteten und warteten.., denn sie wollten gleich wieder kommen!

Eggi ist dann schnellen Schrittes nach Hause gegangen, doch wir mussten warten weil Manne M. Bernd’s Autoschlüssel hatte und wir somit festsaßen.

Uns war nun die Lust auf Essen vergangen, zumal die beiden Bundesbrüder nun auch noch rituelles Waschen angesagt hatten, was alles noch mehr verzögert hätte.

So fuhren Bernd, Manni und ich dann nach Hause – schade!! Aber so sind die Männer nun mal.

 

Fazit meiner 1. Wanderruderfahrt mit den Bundesbrüdern der ARG

als eine der ersten 3 Frauen im Bunde.

Alles in Allem

Harmonisch – Unkompliziert – Lustig – Schön

Und Männer haben mit Männern in bestimmten Situationen mehr Geduld als mit ihren eigenen Frauen.

Das einzige was mir nicht gefallen hat:

Das die Bundesbrüder sich in Umweltverschmutzung fleißig übten!! Find ich DOOOOF!

 

So, das waren meine Eindrücke und Erlebnisse, die ich die Ehre hatte, für einen Tag festzuhalten.

Mokaka liebe Bundesschwestern und Bundesbrüder

Heike R.-W.

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